Das Leben eines Musikers, eine Philosophie

was ich glaube / woran ich glauben will

(Letzte Änderung am 20.08.2022) 

Für mich sind die "klassische" Musik und die Kunst überhaupt ein Lob auf das, was im Mensch groß ist, und ein Versuch, um sich über die Grobheit und die Mittelmäßigkeit zu erheben.

 

Die musikalische Praxis ist eine Suche: eine physische wie kognitive Herausforderung und ein Weg zur Transzendenz. Die Musik fordert uns auf, die physische Realität des Klanges und, auf einer höheren Ebene, sogar die Welt der Gefühle und der intellektuellen Konzepte zu überschreiten.

 

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Der Musikerberuf ist eine Vokation, eine innere berufung (so zumindest sollte es sein). Der Entschluss, sich der Musik zu widmen, ähnelt für mich dem Engagement des Mönches. Ein Musiker-Mönch, der aber mitten in der Gesellschaft lebt.

 

Da nicht alle Menschen Musiker sein und nur eine kleine Zahl davon ihr Beruf machen können, müssen die, die diesen Lebensweg gewählt haben, die Gemeinschaft dienen, indem sie denen, deren Aufgabe in der Gesellschaft eine andere ist, die Musik bringen.

 

So ist Musiker-Sein vor allem Teilen: Im Konzert spielt man für die Menschen - für die, die man liebt, und die, von denen man nicht bloß den Namen weiß und die man vielleicht nie wieder sehen wird. Im Unterrichten begleitet der Lehrer seine Schüler und versucht, ihnen zu helfen, sich weiter zu entwickeln, und ihnen den Weg zur Schönheit und Größe der Musik zu öffnen.

 

Für mich ist das Musikerleben ein Wunsch nach Brüderlichkeit.